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Montag, 20. Juni 2016

green.ch expandiert

Neues Bürogebäude in Lupfig, Hightech-Rechenzentrum in Zürich

Herr Boller, Sie haben das Amt des Geschäftsführers von green.ch erst Anfang des Jahres übernommen. Sie bauen in Lupfig ein siebenstöckiges Bürogebäude und haben soeben die Akquisition eines grossen neuen Rechenzentrums bekanntgegeben. Was sind die Gründe für die rege Investitionstätigkeit?


Unser Projekt in Lupfig ist bereits seit 2009 geplant. Wir bauen in vier Etappen – zuerst zwei Module Rechenzentren, dann das Bürogebäude und anschliessend ein drittes Datacenter-Modul. Unsere Planung entspricht der Nachfrage von Unternehmen nach sicherer Fläche für ihre Unternehmensdaten. Da das Datenvolumen jährlich um 40 bis 60 Prozent steigt, nimmt auch die benötigte Fläche für die Serverräume der Unternehmen stetig zu. Das Rechenzentrum in Zürich, das wir nun erworben haben, ist eine ideale Ergänzung für uns. Es ist nahe an der Stadt Zürich gelegen und daher unter anderem für Finanzinstitute interessant. Unsere Datacenter-Standorte in der Stadt Zürich wie auch in Glattbrugg sind überdies fast vollständig belegt. So machte es für uns Sinn, neue Kapazitäten zu schaffen.

Der InnovationTower, wie Sie Ihr neues Bürogebäude in Lupfig nennen, wird im September fertiggestellt und soll auch weiteren Mietern offenstehen. Wer wird dort einziehen?

Aktuell gehen wir davon aus, dass green.ch zweieinhalb Stockwerke belegt und wir nochmals eine halbe Etage für Notfallarbeitsplätze für unsere Kunden benötigen. Fest steht auch, dass ein Fitnesscenter einzieht und wir im Erdgeschoss Multifunktions- und Meetingräume sowie eine Verpflegungsstation für alle Mieter einrichten werden. Für die verbleibenden zweieinhalb Stockwerke führen wir noch Gespräche mit Mietinteressenten.

Daten sind zum lukrativen Geschäft für green.ch geworden. Wie schätzen Sie die Zukunftsaussichten ein?

Das Geschäft bleibt weiterhin interessant. Natürlich bauen auch andere Anbieter ihre Kapazitäten aus, doch die Nachfrage steigt insgesamt. Es bleiben alle im Geschäft, alle wachsen. Und Schweizer Unternehmen haben aufgrund der stabilen Verhältnisse und der guten Infrastrukturen beste Chancen, auch gegenüber ausländischen Standorten zu bestehen.

Das Datenbusiness scheint mir eher auf grosse Kunden ausgerichtet zu sein. Betreut green.ch denn überhaupt noch Privatpersonen?

Die grossen Flächen in unseren Rechenzentren verkaufen wir tatsächlich an mittlere und grössere Unternehmen. Jedoch nutzen wir unsere Flächen natürlich auch, um unsere eigenen Webhostings, unsere neue Shoplösung oder unseren E-Mail-Dienst zu betreiben. Und seit rund drei Jahren bieten wir auch verschiedene Cloud-Angebote, virtuelle Server aber auch dedizierte Server an, die bei kleineren Unternehmen beliebt sind. All diese Dienstleistungen generieren Daten und benötigen Hardware und eine sichere Unterbringung – eben in einem unserer Rechenzentren.

Wie hat sich Ihr angestammtes Geschäft als Internetprovider entwickelt?

Das wird in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so wahrgenommen, aber die Internetanschlüsse machen immer noch einen wesentlichen Teil unseres Geschäfts aus. Und wir verkaufen längst nicht mehr einfach nur Internetzugänge. Digitales Fernsehen oder auch Festnetztelefonie sind in Paketangeboten immer dabei. Ebenso gratis E-Mail-Konten und Speichervolumen.

Die Ära der analogen Telefonie geht Ende 2017 zu Ende. Dann wird die gesamte Festnetztelefonie auf das neue Internetprotokoll (All IP) umgestellt. Welche Tipps haben Sie für die Umstellung?

Der wichtigste Rat lautet: Warten Sie nicht bis zum Abschalttermin. Privatpersonen sollten sich nach einem neuen Anbieter umsehen und die Angebote der Provider vergleichen. Denn neu wird kein Festnetzanschluss (weder ein analoger noch ISDN) mehr benötigt, das Telefon wird an den Router angeschlossen. Pakete, die den Internetzugang und die Festnetztelefonie kombinieren, lohnen sich daher besonders. Die gute Nachricht lautet: Es wird günstiger. Für die neuen Anschlüsse fallen kaum mehr Grundgebühren an, Flatrate-Angebote mit Gratisminuten sind oft integriert. Für Unternehmen wird die Umstellung etwas aufwendiger, da unter Umständen weitere Systeme wie Alarmierung, Lift etc. an den Telefonanschluss angebunden sind. In diesem Fall lohnt sich eine genaue Bestandsaufnahme und ein Gespräch mit einem Spezialisten. Telefonzentralen müssen aber meistens nicht ersetzt werden. Provider bieten Lösungen an, um diese ans neue Protokoll anzuschliessen.

 

Interviewpartner:
Frank Boller

Stoerer

«Unsere Planung entspricht der Nachfrage, das Datenvolumen nimmt stetig zu.»


Frank Boller verantwortet seit Januar 2016 als CEO die Geschäfte des Internetproviders und Rechenzentrumsanbieters green.ch. Zuvor war er in leitender Funktion bei UPC Cablecom und Sunrise tätig. Der Telekom-Karriere ging ein langjähriges Engagement bei Hewlett-Packard voraus, wo er zuletzt als General Manager das Schweizer Geschäft führte.

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