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Wo IoT unseren Alltag schon heute smarter macht

Das Internet of Things (IoT) ist die logische Folge der fortschreitenden Digitalisierung. Noch ist vieles Zukunftsmusik, doch einige Anwendungen sind schon heute Praxis.

Das Internet der Dinge vernetzt physische Geräte mit virtuellen Systemen. Es ist ein Sammelbegriff für die verschiedensten Ideen und die Möglichkeiten sind zurzeit noch nicht ansatzweise ausgeschöpft. Diese Bestehen in der Medizin, im Transportwesen, in der Landwirtschaft oder auch im Energiemanagement. IoT verwandelt die eigenen vier Wände in ein Smart Home. Attribute wie smart und intelligent werden im Zusammenhang mit IoT oft verwendet. Sie betonen, um was es bei IoT eigentlich geht: darum, uns im Alltag weiterzubringen.

Laser misst Salzberge für den Winterdienst: Datenbasiertes Silo-Management

Voll, leer oder irgendetwas dazwischen. Als Auskunft über den Füllstand von Silos sind diese Angaben zu ungenau. Auf dem Werkhof der Stadt Rapperswil messen Laser darum genau den Stand der Salzreserven für den Winterdienst. Die Herausforderung liegt vor allem in der unebenen Oberfläche der Salzreserven, die im Silo eher Berge und Täler als eine ebene Oberfläche bilden.

In den Silos messen darum gleich mehrere Laser die Oberfläche, um den Füllstand so exakt wie möglich zu errechnen. Die Daten überträgt ein Transmitter auf eine IoT-Plattform, worauf die Stadtwerke bei Bedarf auch über mobile Geräte zugreifen können. Auf der Plattform können die Benutzerinnen und Benutzer je nach Bedarf die Benachrichtigungen konfigurieren. Sollte der Salzbestand knapp und eine Nachbestellung nötig werden, löst das System einen Alarm aus und benachrichtigt die zuständigen Stellen.

Wie ein Fitness-Armband für Schafe: Intelligentes Tier-Tracking auf der Alp

In den Schweizer Alpen hat die Zukunft längst begonnen. Das Internet der Dinge verbindet Hirtinnen und Hirten mit ihren Schützlingen – unabhängig von Ort und Zeit.  Ein Tracker am Halsband der Tiere sammelt dazu Daten über Standort oder auch die Aktivität in der Herde. So sind die Tiere auch bei schlechten Sichtverhältnissen schneller auffindbar und Alarmfunktionen informieren, falls mal eines ausbüxt. Geringer Stromverbrauch und hohe Reichweite sind wichtig für alptaugliche IoT-Geräte, damit die Hirtinnen und Hirten Position und Aktivität ihrer Herden rund um die Uhr prüfen können.

 

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Die Daten können einerseits in Echtzeit über Computer, Notebooks oder Smartphones abgerufen werden. Andererseits können sie auch dazu verwendet werden, dass das System auffälliges Verhalten automatisch erkennt und meldet. Nächtliche Unruhe in der Schafherde könnte zum Beispiel auf Wolfsaktivitäten deuten und wo Kühe ausbüxen, ist womöglich ein Zaun defekt.

Ein Stopplicht gegen dicke Luft: Clevere CO2-Sensoren

Nach einer langen Sitzung kann man die Konzentration im Raum oft regelrecht riechen. Die Luftqualität variiert stark, je nach Sitzungsdauer, Raum- oder Gruppengrösse. Bei der Raumluft sind vor allem die hohen CO2-Anteil ein Problem. Die Konzentrationsfähigkeit leidet, man wird schläfrig und unachtsam. Seit der Corona-Pandemie ist Raumluftqualität wegen der Aerosole ein Dauerthema, denn stickige Luft erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung.

Lüften bleibt das Gebot der Stunde.  Neue IoT-Lösungen erinnern jedoch nicht nur an das Fensteröffnen. Geräte mit Sensoren für CO2, Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen konstant die Luftqualität und visualisieren die Resultate. Dazu gibt es zum Beispiel Lösungen mit Ampeln, die im Raum die Luftqualität signalisieren. Mit den gesammelten Daten können Raumplanung und Lüftungsintervalle ausserdem langfristig optimiert werden, damit die Köpfe nicht mehr rauchen.

Intelligente Abfallkübel informieren das Reinigungsteam: Smart Waste Management

An Schweizer Bahnhöfen fallen pro Jahr insgesamt 40'000 Tonnen Abfall an – unregelmässig verteilt, je nach Ort, Zeit oder Wetter. Abfallstationen für Papier, PET, Alu und allgemeinen Abfall erleichtern zwar unterdessen das Recycling, doch die SBB will noch einen Schritt weiter.

In einem Pilotprojekt hat sie 2018 darum im Hauptbahnhof Zürich zwei der Recycling-Stationen mit Sensoren ausgerüstet. Diese sendeten Daten über den Füllstand an das Facility Management, damit diese ihre Entsorgungstouren besser planen konnten. Künftig will die SBB ausgewählte Stationen mit Sensoren versehen und so ein Machine-Learning-Model entwickeln, das hilft, die Abfallentsorgung besser zu koordinieren.

 

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