Cyber Protect Benutzeranleitung
CPC Schutzpläne erstellen
Neues Gerät und Backup in Acronis Cyber Protect Cloud einrichten
Wichtiger Hinweis
Bevor Backups durchgeführt werden können, muss auf dem jeweiligen Gerät ein Agent installiert werden. Dieser ist erforderlich, damit Schutzpläne empfangen und ausgeführt werden können. Zudem stellt der Agent die Verbindung zwischen dem Dashboard und den definierten Speicherorten her.
Wenn Sie ein neues Gerät hinzufügen, wird der benötigte Agent im entsprechenden Prozess automatisch heruntergeladen. Es wird empfohlen, neue Geräte direkt über das Dashboard einzurichten und den Installationsprozess vollständig durchzuführen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Melden Sie sich im Backup-Portal an.
- Öffnen Sie in der linken Navigation Geräte.
- Wählen Sie Alle Geräte.
- Prüfen Sie, ob das gewünschte Gerät bereits in der Liste vorhanden ist.
- Falls das Gerät nicht angezeigt wird, klicken Sie oben rechts auf Hinzufügen.
- Folgen Sie dem Installationsprozess, um das Gerät zu registrieren und den Agenten zu installieren.
- Wählen Sie das gewünschte Gerät aus.
- Klicken Sie rechts auf das Schild-Symbol Schützen.
- Klicken Sie auf Plan hinzufügen.
- Wählen Sie Plan erstellen.
- Legen Sie die gewünschten Sicherungseinstellungen fest.
Mögliche Optionen:
- Ganze Maschine sichern
- Bestimmte Dateien und Ordner sichern
Für eine gezielte Sicherung von Dateien und Ordnern:
- Wählen Sie als Backup-Quelle Dateien/Ordner.
- Klicken Sie auf Spezifizieren.
- Wählen Sie die gewünschten lokalen oder Netzwerkordner aus.
- Passen Sie bei Bedarf weitere Einstellungen an, beispielsweise Aufbewahrungsrichtlinien, Zeitpläne oder den Ziel-Speicherort.
- Klicken Sie auf Erstellen.
Der Schutzplan wird aktiviert und gemäss den definierten Einstellungen ausgeführt.
Hinweise zu Schutzplänen
Wenn Sie einen Schutzplan direkt über ein bestimmtes Gerät erstellen, können Sie den Plan gezielt für die Dateien und Ordner dieses Geräts konfigurieren.
Erstellen Sie einen Schutzplan unabhängig von einem Gerät, stehen in der Regel nur vereinfachte Optionen wie beispielsweise Ganze Maschine zur Verfügung. Eine gezielte Auswahl einzelner Dateien oder Ordner ist dabei nicht möglich.
Solche allgemeinen Schutzpläne können anschliessend den gewünschten Geräten zugewiesen werden.
CPC 2FA zurücksetzen
Für das Zurücksetzen der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) eines Benutzers müssen Sie sich im Backup-Portal anmelden.
Es muss mindestens ein Benutzerkonto vorhanden sein, mit dem eine erfolgreiche Anmeldung möglich ist. Der angemeldete Benutzer kann anschliessend die 2FA eines anderen Benutzers zurücksetzen.
Zur Bestätigung des Vorgangs wird ein aktueller TOTP-Code benötigt. Dabei muss nicht zwingend der Code des Benutzers verwendet werden, dessen 2FA zurückgesetzt werden soll. Es kann auch der TOTP-Code des aktuell angemeldeten Administrators oder eines anderen berechtigten Benutzers verwendet werden.
Weitere Informationen:
https://www.acronis.com/en/support/documentation/ManagementPortal/#2fa-user-reset.html
https://www.acronis.com/en/support/documentation/ManagementPortal/#2fa-user-reset.html?Highlight=2fa
CPC Advanced Paket Warnung
Hinweis zu den Advanced-Paketen
Wenn ein Schutzplan in Acronis Cyber Protect Cloud Funktionen enthält, die Bestandteil eines Advanced-Pakets sind, prüft die Plattform die Lizenzierung automatisch.
Werden Funktionen ausgewählt, die nicht im Basis-Paket enthalten sind, erscheint eine Meldung wie:
„Für diesen Plan sind, basierend auf Ihrer Funktionsauswahl, 2 Advanced-Pakete erforderlich.“
Dies geschieht häufig, wenn versehentlich Funktionen aktiviert werden, die zusätzliche Lizenzen benötigen, beispielsweise EDR (Endpoint Detection and Response), Detection & Response oder die Patch-Automatisierung.
Acronis weist in diesem Fall auf die erforderlichen Advanced-Pakete hin. Beachten Sie, dass Advanced-Pakete zusätzliche Kosten verursachen können.
Die Meldung kann nicht deaktiviert werden. Es handelt sich um einen systemseitigen Lizenzhinweis von Acronis.
Möglichkeiten zur Entfernung der Meldung
- Entfernen Sie alle Funktionen aus dem Schutzplan, die ein Advanced-Paket voraussetzen.
- Lizenzieren Sie die erforderlichen Advanced-Pakete.
Mögliche Vorgehensweise bei der Erstellung eines neuen Schutzplans
- Wählen Sie oben rechts Plan erstellen anstelle eines der vorgeschlagenen Pläne.
- Wählen Sie anschliessend Schutz.
- Konfigurieren Sie den Schutzplan nach Ihren Anforderungen.
Alternativ:
- Öffnen Sie links den Bereich Verwaltung.
- Wählen Sie Schutzpläne.
- Erstellen Sie einen neuen Schutzplan, der nicht auf ein bestimmtes Gerät zugeschnitten ist.
- Konfigurieren Sie den Plan nach Ihren Anforderungen.
- Weisen Sie den Schutzplan anschliessend dem gewünschten Gerät zu.
Mögliche Auswirkungen aktivierter oder deaktivierter Lizenzpakete
Probleme bei einem Workload
Aktiviert beziehungsweise Problem behoben
Der betroffene Workload, beispielsweise ein Server oder PC, wird wieder vollständig durch den Schutzplan abgesichert. Dies umfasst je nach Planinhalt unter anderem Backup, Antivirus und Patch-Management.
Nicht behoben
Der betroffene Workload ist gar nicht oder nur eingeschränkt geschützt. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass keine regelmässigen Backups ausgeführt werden oder Sicherheitsfunktionen nicht verfügbar sind.
RMM (Remote Monitoring & Management) fehlt für einen Mandanten
Aktiviert
Der Mandant kann zentral überwacht und verwaltet werden. Dies umfasst in der Regel Statusmeldungen, Patch-Management, Remote-Zugriff und Automatisierungen.
Nicht aktiviert
Dem Mandanten stehen nur die Grundfunktionen von Cyber Protect zur Verfügung. Eine zentrale Überwachung und Verwaltung ist nicht möglich.
Detection & Response fehlt für einen Mandanten
Aktiviert
Der Mandant profitiert von erweiterten Sicherheitsfunktionen wie EDR/XDR. Verdächtige Aktivitäten können erkannt, Angriffe automatisch eingedämmt und zusätzliche forensische Informationen bereitgestellt werden.
Nicht aktiviert
Dem Mandanten steht nur der Basisschutz, beispielsweise Antivirus oder Antimalware, zur Verfügung. Erweiterte Angriffserkennung und automatische Reaktionen auf Bedrohungen fehlen.
Zusammenfassung
- Nicht aktiviert: reduzierter Schutz, mehr manueller Aufwand und höhere Risiken.
- Aktiviert: mehr Automatisierung, bessere Sicherheit sowie zentralisierte Verwaltung und Kontrolle.
Rückfragen / unklare Stellen
Die genaue Bezeichnung und der Umfang des aktuellen Basis-Pakets konnten aus dem Ausgangstext nicht eindeutig bestimmt werden.
CPC Backupdaten löschen
Vorgehen zur Löschung von Acronis-Backupdaten
Standardablauf bei Acronis
Das Löschen eines Geräts entfernt die zugehörigen Backups nicht automatisch.
- Löschen Sie die nicht mehr benötigten Backups.
- Prüfen Sie, ob der Immutable Storage aktiviert ist. Falls der zugehörige Cloud-Speicher sofort entfernt werden soll, muss dieser zuvor deaktiviert werden.
- Deinstallieren Sie den Agenten vom Gerät. Dadurch wird das Gerät automatisch aus der Cloud-Konsole abgemeldet.
- Löschen Sie nicht mehr benötigte Schutzpläne.
care.acronis.com/s/article/Acronis-Cyber-Protect-how-to-delete-backups-from-Cloud-Storage
Informationen zum Immutable Storage
Prüfen Sie, ob für das betroffene Kundenkonto der Immutable Storage aktiviert ist. In vielen Fällen können Backups erst nach Ablauf der definierten Aufbewahrungsfrist endgültig gelöscht werden.
care.acronis.com/s/article/69814-Acronis-Cyber-Protect-Cloud-Immutable-storage
dl.managed-protection.com/u/baas/help/21.12/user/en-US/index.html
Standardwerte und Hinweise
- Standard-Aufbewahrungsfrist: 14 Tage
- Eine längere Aufbewahrungsfrist führt zu höherem Speicherverbrauch.
- Bereits vorhandene Backups müssen durch Ausführung ihrer Schutzpläne aktualisiert werden, damit sie den Immutable Storage verwenden.
- Wird eine Sicherung nach der Aktualisierung gelöscht, bleibt sie während der Aufbewahrungsfrist sichtbar und wird erst danach endgültig gelöscht.
- Wird ein Backup gelöscht, ohne zuvor aktualisiert worden zu sein, wird es sofort und dauerhaft gelöscht.
Sonderfall: Löschen von Backups ohne registrierten Agenten
Wenn kein Agent mehr unter dem betreffenden Gerät oder Benutzer registriert ist und dennoch Backup-Archive gelöscht werden sollen, beachten Sie den folgenden Artikel:
care.acronis.com/s/article/Acronis-Cyber-Protect-how-to-delete-backups-from-Cloud-Storage
Voraussetzungen
- Nur der zugehörige GBK-Benutzer des betroffenen Storage-Archivs kann das Archiv löschen.
- Dazu muss erneut ein Agent installiert und mit genau diesem GBK-Benutzer sowie dem entsprechenden Passwort registriert werden.
Hierfür kann auch ein temporäres Gerät verwendet werden, beispielsweise eine VM, ein Mobiltelefon oder ein Tablet.
Wenn das Löschen weiterhin nicht möglich ist
Stellen Sie folgende Informationen zur Verfügung:
- Den GBK-Benutzernamen (Anmeldename aus dem Backup-Portal)
- Das vom Gerät generierte Zertifikat
Speicherort des Zertifikats unter Windows
%allusersprofile%\Acronis\BackupAndRecovery\OnlineBackup\Default
care.acronis.com/s/article/60082-Acronis-cloud-certificate-location