Meine Website zeigt den Fehler „Too many redirects“ oder „Redirect loop“
Achtung: Diese Anleitung betrifft nur das neue Web- & Mail Control Panel. Prüfen Sie zunächst hier ob Sie dieses verwenden.
Wenn beim Aufruf einer Website die Meldung „Too many redirects“ oder „Redirect loop“ erscheint, befindet sich die Website in einer Weiterleitungsschleife.
Dabei wird der Browser fortlaufend zwischen zwei oder mehreren Adressen weitergeleitet, ohne eine Website anzeigen zu können.
Beispiel:
Domain A → Domain B → Domain A → Domain B → …
Eine häufige Ursache sind widersprüchliche Einstellungen zwischen dem Hosting, dem SSL-Zertifikat, einer .htaccess-Datei, Plugins oder dem verwendeten Content-Management-System.
Wie entsteht eine Weiterleitungsschleife?
Ein typisches Beispiel ist eine unterschiedliche Konfiguration der Domain mit und ohne www.
WordPress oder ein anderes Content-Management-System kann beispielsweise auf www.ihre-domain.tld weiterleiten, während im Hosting gleichzeitig die Variante ohne www erzwungen wird. Dadurch können sich beide Weiterleitungen gegenseitig auslösen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- Widersprüchliche Weiterleitungen zwischen www und der Domain ohne www.
- Widersprüchliche Weiterleitungen zwischen HTTP und HTTPS.
- Weiterleitungen durch WordPress, TYPO3, Joomla oder andere Anwendungen.
- Weiterleitungsregeln in einer .htaccess-Datei.
- Mehrere gleichzeitig aktive Weiterleitungen.
- Plugins oder Erweiterungen mit eigenen Weiterleitungsfunktionen.
Domain-Einstellungen prüfen
Prüfen Sie zunächst die Domain-Konfiguration im Hosting.
Wenn Ihre Website bereits selbst eine bevorzugte Domain-Variante festlegt, kann die Einstellung Keine Präferenz im Hosting helfen.
- Öffnen Sie das Web und Mail Control Panel.
- Wählen Sie das gewünschte Webhosting- oder WordPress-Hosting-Paket aus.
- Öffnen Sie den Bereich Domains.
- Klicken Sie auf die 3 Punkte.
- Wählen Sie Domain-Einstellungen aus.
- Wählen Sie bei der bevorzugten Domain die Option Keine Präferenz.
- Speichern Sie die Änderungen.
Hinweis: Änderungen an der Domain-Konfiguration können etwas Zeit benötigen. Testen Sie die Website anschliessend erneut und leeren Sie bei Bedarf den Browser-Cache.
HTTPS-Weiterleitungen überprüfen
Prüfen Sie, ob Weiterleitungen auf HTTPS an mehreren Stellen eingerichtet wurden.
Wird die Umleitung gleichzeitig durch das Hosting, eine .htaccess-Datei und das Content-Management-System durchgeführt, können Weiterleitungsschleifen entstehen.
Kontrollieren Sie deshalb, ob die HTTPS-Weiterleitung nur an einer Stelle aktiv ist.
Einstellungen im Content-Management-System prüfen
Wenn die Weiterleitungsschleife weiterhin auftritt, prüfen Sie die Einstellungen Ihrer Website oder Ihres Content-Management-Systems.
Achten Sie insbesondere darauf, dass:
- die im Content-Management-System hinterlegte Domain zur gewünschten Domain-Variante passt,
- keine widersprüchlichen Weiterleitungen zwischen www und der Domain ohne www bestehen,
- keine mehrfachen HTTPS-Weiterleitungen eingerichtet sind,
- Plugins oder Erweiterungen keine zusätzliche Umleitung erzeugen und
- keine widersprüchlichen Einstellungen zwischen Hosting und Anwendung vorhanden sind.
.htaccess-Datei prüfen
Weiterleitungsregeln können auch direkt in einer .htaccess-Datei hinterlegt sein.
Wenn dort Weiterleitungen definiert wurden, prüfen Sie, ob diese mit den Einstellungen des Hosting-Pakets und der Website übereinstimmen.
Hinweis: Wenn Sie Weiterleitungsregeln in einer .htaccess-Datei ändern, erstellen Sie vorher nach Möglichkeit eine Sicherung der bestehenden Datei.
Browser-Cache prüfen
Browser speichern Weiterleitungen teilweise lokal zwischen.
Auch nach einer Korrektur der Einstellungen kann deshalb weiterhin ein Fehler angezeigt werden.
Leeren Sie den Browser-Cache oder testen Sie die Website in einem privaten Browserfenster.
Checkliste bei „Too many redirects“
- Prüfen Sie die bevorzugte Domain-Einstellung im Hosting.
- Prüfen Sie Weiterleitungen zwischen www und nicht-www.
- Prüfen Sie HTTPS-Weiterleitungen.
- Prüfen Sie Plugins oder Erweiterungen mit Weiterleitungsfunktionen.
- Prüfen Sie vorhandene .htaccess-Regeln.
- Prüfen Sie die Domain-Einstellungen im Content-Management-System.
- Leeren Sie den Browser-Cache und testen Sie erneut.