Barrierefreie Website: Ist Ihre Website wirklich für alle zugänglich?
Wussten Sie, dass in der Schweiz rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung leben, etwa mit Seh-, Hör-, motorischen oder kognitiven Einschränkungen? Das entspricht knapp jeder fünften Person.
Was bedeuten digitale Barrieren im Alltag?
Digitale Barrieren zeigen sich im Alltag zum Beispiel so:
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Ohne Alternativtext (Alt-Text) bleibt ein Bild stumm
Blinde und sehbehinderte Menschen nutzen Screenreader, also eine Software, die Bildschirminhalte laut vorliest. Fehlt die Bildbeschreibung, weiss das Programm nicht, was das Bild darstellt, und liest im schlimmsten Fall nur einen unverständlichen Dateinamen wie «IMG_4092.jpg» vor. Ein guter Alt-Text beschreibt nicht jedes sichtbare Detail, sondern vermittelt die Bedeutung im jeweiligen Zusammenhang. «Foto» oder «Bild eines Mannes» sagt nichts aus, «Mitarbeiter berät eine Kundin am Empfang» schon.
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Zu geringe Farbkontraste
Helle Schriftfarben oder zarte Farbtöne auf hellem Hintergrund mögen dezent und modern wirken, sind für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung jedoch oft schwer zu erkennen. Bei direktem Sonnenlicht auf dem Smartphone wird das Lesen auch für viele andere deutlich schwieriger.
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Navigation nur mit der Maus
Nicht jeder kann eine Maus präzise steuern. Wer etwa wegen einer motorischen Einschränkung auf die Tastatur angewiesen ist, springt mit der Tabulatortaste von Feld zu Feld. Reagiert Ihr Bestell-Button nur auf Mausklicks, kann diese Person den Kauf möglicherweise nicht abschliessen.
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Videos ohne Untertitel
Fehlen bei einem Video die Untertitel, können Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung wichtige Inhalte möglicherweise nicht vollständig verstehen. Untertitel helfen auch allen, die ein Video unterwegs im öffentlichen Verkehr oder im Büro ohne Ton ansehen möchten. So kommt Ihre Botschaft in unterschiedlichen Situationen an.
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Komplizierte Sprache und unklare Struktur
Lange Sätze, unerklärte Fachbegriffe und grosse Textblöcke erschweren das Verständnis. Das betrifft unter anderem Menschen mit Lernschwierigkeiten, Konzentrationseinschränkungen oder geringen Kenntnissen der verwendeten Sprache. Klare Überschriften, kurze Absätze, anschauliche Beispiele und eine logische Reihenfolge machen Inhalte für alle leichter erfassbar.
Was zeichnet eine barrierefreie Website aus?
Eine barrierefreie Website funktioniert wie ein gut geführtes Restaurant: Alle Gäste finden ihren Platz, verstehen die Karte und bestellen selbstständig. Genau so sollte auch Ihre Website funktionieren: Inhalte sind gut wahrnehmbar und verständlich aufgebaut. Navigation und Funktionen lassen sich auf unterschiedliche Weise bedienen.
Doch auch die Technik im Hintergrund muss mitspielen: Kurze Ladezeiten und eine stabile Hosting-Umgebung tragen dazu bei, dass Ihre Website auch bei langsameren Verbindungen zuverlässig erreichbar bleibt.
Das Webhosting von Green bietet dafür eine solide Grundlage. Das Einsteigerpaket ist nur für kurze Zeit mit 50% Rabatt ab CHF 6.45 /Mt. erhältlich.
Der 2-Minuten-Selbsttest: Wie barrierefrei ist Ihr Auftritt?
Mit dem folgenden 2-Minuten-Selbsttest erhalten Sie eine erste Einschätzung, wo auf Ihrer Website Barrieren liegen könnten. Öffnen Sie Ihr CMS-Tool und eine beliebige Website mit Text, Bildern und Navigation und führen Sie dort die folgenden fünf Tests durch.
- Der Bild-Test: Öffnen Sie Ihr CMS. Steht beim jeweiligen Bild im Feld «Alternativtext» eine kurze Beschreibung (z. B. «Mitarbeiter berät Kundin») oder nur ein Dateiname wie «IMG_4092.jpg»?
- Der Sonnenlicht-Test: Nehmen Sie Ihr Handy und gehen Sie nach draussen. Erkennen Sie bei hellem Tageslicht auch kleine oder kontrastarme Texte noch problemlos?
- Der Tastatur-Test: Legen Sie die Maus weg und verwenden Sie nur die Tabulatortaste. Erreichen Sie alle Links, Buttons und Formularfelder in einer sinnvollen Reihenfolge? Ist jederzeit sichtbar, welches Element gerade ausgewählt ist?
- Der Stumm-Test: Falls Ihre Website Videos enthält, schalten Sie den Ton aus. Bleiben alle wichtigen Informationen verständlich?
- Der Vorlese-Test: Nutzen Sie die Funktion «Laut vorlesen» Ihres Browsers. Klingt der Text flüssig und verständlich oder verliert man bei langen Schachtelsätzen schnell den Faden?
Überall dort, wo Sie oder die Technik ins Stocken geraten, könnte eine Barriere liegen. Jede beseitigte Hürde öffnet Ihre digitale Tür für mehr Menschen und verringert das Risiko, dass Interessierte die Seite verlassen.
Gesetzliche Pflicht: Muss ich meine Website jetzt anpassen?
In der Schweiz betrifft die Pflicht zur digitalen Barrierefreiheit aktuell vor allem den öffentlichen Sektor. Private Unternehmen, Online-Shops und Dienstleister sind noch nicht direkt betroffen.
Verbessert Barrierefreiheit auch die Suchmaschinenoptimierung?
Viele Massnahmen für mehr Barrierefreiheit unterstützen gleichzeitig die Suchmaschinenoptimierung. Alt-Texte, Untertitel und klare Überschriften helfen Suchmaschinen, Ihre Inhalte besser zu verstehen und passenden Suchanfragen zuzuordnen.
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Bildbeschreibungen (Alt-Texte): Helfen Suchmaschinen, Bilder besser einzuordnen, und unterstützen deren Auffindbarkeit in der Bildersuche.
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Untertitel: Machen gesprochene Videoinhalte für Suchmaschinen besser erfassbar und können dazu beitragen, dass Videos bei passenden Suchanfragen angezeigt werden.
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Klare Überschriften: Helfen Suchmaschinen, das Thema und den Aufbau einer Seite schneller zu erfassen.
Barrierefreiheit allein garantiert noch keinen Platz 1 in den Suchergebnissen. Eine sauber strukturierte und leicht verständliche Website schafft jedoch gute Voraussetzungen für eine bessere Auffindbarkeit. Kurze Ladezeiten und eine zuverlässige Erreichbarkeit gehören ebenfalls dazu. Dafür braucht es ein leistungsstarkes Hosting als technische Grundlage.
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