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Mail Spoofing erklärt

Hinweis: Dieser Hilfeartikel gilt nur für Surf Mail, Mailhosting und Hosted Exchange. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Maildienst Sie verwenden, finden Sie weitere Informationen im folgenden Artikel.

https://www.green.ch/de/welchen-maildienst-verwende-ich

Was ist Mail Spoofing?

Mail Spoofing bedeutet, dass eine E-Mail mit einer gefälschten Absenderadresse versendet wird. Dabei entsteht der Eindruck, die Nachricht stamme von einer vertrauenswürdigen Person, einem Unternehmen oder sogar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse.

Der tatsächliche Absender ist dabei nicht die Person oder Organisation, die im Absenderfeld angezeigt wird.

Mail Spoofing wird häufig für Spam, Phishing, Betrugsversuche, Erpressermails oder die Verbreitung von Schadsoftware eingesetzt.

 

Wie funktioniert Mail Spoofing?

Beim Versand einer E-Mail können bestimmte Absenderinformationen technisch manipuliert werden. Dadurch erscheint im E-Mail-Programm eine andere Absenderadresse als die tatsächlich verwendete Versandquelle.

Ein Angreifer kann beispielsweise eine E-Mail versenden, die scheinbar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse, einer bekannten Firma, einer Bank, einem Lieferanten oder einer anderen vertrauenswürdigen Person stammt.

 

Wichtig zu wissen

Eine gefälschte Absenderadresse bedeutet nicht automatisch, dass Ihr E-Mail-Konto gehackt wurde.

Die sichtbare Absenderadresse einer E-Mail kann technisch manipuliert werden. Deshalb kann eine Nachricht scheinbar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse stammen, obwohl sie nie über Ihr Postfach versendet wurde.

Technologien wie SPF, DKIM und DMARC helfen dabei, die Echtheit von E-Mails nachzuweisen und Domainmissbrauch zu erschweren. Sie verhindern jedoch nicht vollständig, dass jemand versucht, eine Absenderadresse zu fälschen.

 

Woran erkennen Sie Spoofing?

Typische Hinweise auf Mail Spoofing sind:

  • Sie erhalten Unzustellbarkeitsmeldungen für E-Mails, die Sie nie versendet haben.
  • Sie erhalten Antworten auf Nachrichten, die Sie nie geschrieben haben.
  • Andere Personen behaupten, E-Mails von Ihnen erhalten zu haben, die nicht von Ihnen stammen.
  • Eine Nachricht scheint von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse zu kommen.
  • Der Absender fordert Sie zur Eingabe von Passwörtern oder vertraulichen Daten auf.
  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck oder droht mit Konsequenzen.
  • Die Nachricht enthält verdächtige Links, QR-Codes oder Anhänge.
  • Der Inhalt wirkt ungewöhnlich, obwohl der Absender bekannt erscheint.

 

Spoofing und Phishing

Spoofing und Phishing werden häufig verwechselt, sind jedoch nicht dasselbe.

Beim Spoofing wird die Absenderadresse gefälscht.

Beim Phishing versuchen Angreifer, Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder andere vertrauliche Daten zu stehlen.

Phishing-Nachrichten verwenden häufig Spoofing, um glaubwürdiger zu wirken.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/achtung-phishing-gefaelschte-e-mails-im-umlauf

https://www.green.ch/de/phishing-kampagnen

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-green

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-dogado

 

Spoofing mit der eigenen E-Mail-Adresse

Ein häufiger Fall ist, dass eine E-Mail scheinbar von Ihrer eigenen Adresse stammt.

Dies bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Postfach gehackt wurde.

In vielen Fällen wurde lediglich Ihre E-Mail-Adresse als sichtbarer Absender missbraucht. Der Angreifer besitzt dabei keinen Zugriff auf Ihr Postfach.

 

Wie erkennen Sie, ob Ihr Postfach tatsächlich kompromittiert wurde?

Folgende Anzeichen können auf einen tatsächlichen Fremdzugriff hinweisen:

  • Sie finden unbekannte Nachrichten im Ordner «Gesendet».
  • Passwörter wurden ohne Ihr Wissen geändert.
  • Weiterleitungen wurden eingerichtet.
  • Kontakte erhalten Nachrichten, die Sie nicht versendet haben.
  • Sie können sich nicht mehr mit Ihrem Passwort anmelden.

Fehlen diese Anzeichen, handelt es sich häufig um Spoofing ohne Zugriff auf Ihr Postfach.

 

Erpressermails mit der eigenen E-Mail-Adresse

Ein häufiges Betrugsmuster sind Erpressermails, die scheinbar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse stammen.

In solchen Nachrichten behaupten Angreifer oft:

  • Ihr E-Mail-Konto sei gehackt worden.
  • Ihr Computer sei kompromittiert worden.
  • Ihre Webcam sei überwacht worden.
  • Sie müssten Geld bezahlen, um eine Veröffentlichung von Daten zu verhindern.

In vielen Fällen handelt es sich lediglich um Spoofing. Die sichtbare Absenderadresse wurde gefälscht, ohne dass ein Zugriff auf Ihr Postfach erfolgt ist.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/drohungen

 

Gefährliche Anhänge und Links

Spoofing-Nachrichten können Anhänge oder Links enthalten, die Schadsoftware installieren oder auf gefälschte Webseiten führen.

Mögliche Folgen:

  • Diebstahl von Zugangsdaten
  • Installation von Trojanern oder Viren
  • Ransomware-Angriffe
  • Missbrauch von Benutzerkonten

Hinweis: Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge und klicken Sie nicht auf Links, wenn Sie Zweifel an der Echtheit einer Nachricht haben. Geben Sie niemals Passwörter oder andere vertrauliche Informationen über einen Link aus einer verdächtigen E-Mail ein.

 

Mail-Header analysieren

Der sichtbare Absender allein reicht nicht aus, um die tatsächliche Herkunft einer E-Mail zu bestimmen.

Für eine technische Analyse werden die vollständigen E-Mail-Header benötigt.

Die Header enthalten Informationen über:

  • den tatsächlichen Versandweg der Nachricht
  • die beteiligten Mailserver
  • Authentifizierungsprüfungen wie SPF, DKIM und DMARC
  • Spamfilter-Bewertungen
  • Zeitstempel und Zustellinformationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/mail-header-analysieren

 

SPF, DKIM und DMARC als Schutz gegen Spoofing

SPF

SPF (Sender Policy Framework) definiert, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails für eine Domain zu versenden.

DKIM

DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht E-Mails mit einer digitalen Signatur, damit Veränderungen erkannt werden können.

DMARC

DMARC definiert, wie Empfänger SPF- und DKIM-Ergebnisse bewerten sollen und hilft dabei, Domainmissbrauch zu erkennen.

Diese Verfahren helfen gegen Spoofing und Domainmissbrauch, garantieren jedoch keine vollständige Spamfreiheit.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/spf-dkim-und-dmark-erklaert

https://www.green.ch/de/dkim-und-dmarc-bei-green

https://www.green.ch/de/dmarc-grundlagen

 

Was sollten Sie bei Spoofing tun?

  1. Prüfen Sie die Nachricht kritisch und vergleichen Sie Absender, Inhalt und Aufforderungen.
  2. Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge und klicken Sie nicht auf unbekannte Links.
  3. Prüfen Sie, ob sich unbekannte Nachrichten im Ordner «Gesendet» befinden.
  4. Kontrollieren Sie, ob Weiterleitungen oder andere unerwartete Änderungen an Ihrem Konto eingerichtet wurden.
  5. Ändern Sie Ihr Passwort, wenn Sie einen tatsächlichen Fremdzugriff vermuten.
  6. Aktivieren Sie vorhandene Sicherheitsfunktionen wie Mehrfaktor-Authentifizierung, sofern diese für den verwendeten Dienst verfügbar sind.

Prüfen Sie zuerst, ob tatsächlich Nachrichten aus Ihrem Postfach versendet wurden und ob Anzeichen für einen Fremdzugriff bestehen.

Hinweis: Falls andere Personen E-Mails von Ihrer Adresse erhalten, Sie Unzustellbarkeitsmeldungen für nie versendete Nachrichten erhalten oder Sie einen tatsächlichen Kontozugriff durch Dritte vermuten, wenden Sie sich an den Support.