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Was ist Spoofing?

Spoofing

Was ist Mail Spoofing?

Mail Spoofing bedeutet, dass eine E-Mail mit einer gefälschten Absenderadresse versendet wird. Dabei wird der Eindruck erweckt, die Nachricht stamme von einer vertrauenswürdigen Person, einem Unternehmen oder sogar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse.

Der tatsächliche Absender ist dabei nicht die Person oder Organisation, die im Absenderfeld angezeigt wird.

Mail Spoofing wird häufig für Spam, Phishing, Betrugsversuche, Erpressermails oder die Verbreitung von Schadsoftware eingesetzt.

 

Wie funktioniert Mail Spoofing?

Beim Versand einer E-Mail können bestimmte Absenderinformationen technisch manipuliert werden. Dadurch erscheint im E-Mail-Programm eine andere Absenderadresse als die tatsächlich verwendete Versandquelle.

Angreifer nutzen diese Möglichkeit, um sich als vertrauenswürdige Absender auszugeben. Dies können beispielsweise Banken, Lieferanten, Behörden, Unternehmen, Kollegen oder die eigene E-Mail-Adresse des Empfängers sein.

Das Ziel besteht häufig darin, Vertrauen zu schaffen und Empfänger dazu zu bewegen, vertrauliche Daten preiszugeben, schädliche Anhänge zu öffnen, auf Links zu klicken oder Geld zu überweisen.

 

Warum verwenden Betrüger Mail Spoofing?

Mail Spoofing wird oft eingesetzt, weil viele Empfänger dem sichtbaren Absender einer Nachricht vertrauen.

Typische Ziele sind:

  • Diebstahl von Passwörtern und Zugangsdaten
  • Diebstahl von Zahlungsinformationen
  • Betrug durch gefälschte Rechnungen oder Zahlungsaufforderungen
  • Verbreitung von Schadsoftware
  • Erpressungsversuche
  • Umgehung von Misstrauen gegenüber unbekannten Absendern

 

Ist eine E-Mail von meiner eigenen Adresse automatisch ein Hack?

Nein.

Eine E-Mail, die scheinbar von Ihrer eigenen Adresse stammt, bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Postfach gehackt wurde.

In vielen Fällen wurde lediglich die sichtbare Absenderadresse gefälscht. Der Angreifer besitzt dabei keinen Zugriff auf Ihr Postfach.

Die sichtbare Absenderadresse allein genügt nicht, um festzustellen, ob tatsächlich ein Fremdzugriff stattgefunden hat.

 

Wie erkennen Sie, ob Ihr Postfach tatsächlich kompromittiert wurde?

Folgende Hinweise können auf einen tatsächlichen Fremdzugriff hindeuten:

  • Sie finden unbekannte Nachrichten im Ordner «Gesendet».
  • Passwörter wurden ohne Ihr Wissen geändert.
  • Weiterleitungen wurden eingerichtet.
  • Kontakte erhalten Nachrichten, die Sie nicht versendet haben.
  • Sie können sich nicht mehr mit Ihrem Passwort anmelden.

Fehlen diese Anzeichen, handelt es sich häufig um Mail Spoofing ohne tatsächlichen Zugriff auf Ihr Postfach.

 

Woran erkennen Sie Mail Spoofing?

Typische Hinweise auf Spoofing sind:

  • Sie erhalten Unzustellbarkeitsmeldungen für E-Mails, die Sie nie versendet haben.
  • Sie erhalten Antworten auf Nachrichten, die Sie nie geschrieben haben.
  • Andere Personen behaupten, E-Mails von Ihnen erhalten zu haben, die nicht von Ihnen stammen.
  • Eine Nachricht scheint von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse zu kommen.
  • Der Absender fordert Sie zur Eingabe von Passwörtern oder vertraulichen Daten auf.
  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck oder droht mit Konsequenzen.
  • Die Nachricht enthält verdächtige Links, QR-Codes oder Anhänge.
  • Der Inhalt wirkt ungewöhnlich, obwohl der Absender bekannt erscheint.

 

Spoofing und Phishing

Spoofing und Phishing werden häufig verwechselt, sind jedoch nicht dasselbe.

Beim Spoofing wird die Absenderadresse gefälscht.

Beim Phishing versuchen Angreifer, Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder andere vertrauliche Daten zu stehlen.

Phishing-Nachrichten verwenden häufig Spoofing, damit die Nachricht vertrauenswürdiger erscheint.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/achtung-phishing-gefaelschte-e-mails-im-umlauf

https://www.green.ch/de/phishing-kampagnen

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-green

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-dogado

 

Erpressermails mit der eigenen E-Mail-Adresse

Ein häufiges Betrugsmuster sind Erpressermails, die scheinbar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse stammen.

In solchen Nachrichten behaupten Angreifer oft:

  • Ihr E-Mail-Konto sei gehackt worden.
  • Ihr Computer sei kompromittiert worden.
  • Ihre Webcam sei überwacht worden.
  • Sie müssten Geld bezahlen, um eine Veröffentlichung von Daten zu verhindern.

In vielen Fällen handelt es sich lediglich um Spoofing. Die sichtbare Absenderadresse wurde gefälscht, ohne dass ein Zugriff auf Ihr Postfach erfolgt ist.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/drohungen

 

Ist «Senden als» bereits Spoofing?

Nicht zwingend.

Viele Mailsysteme erlauben das legitime Versenden von Nachrichten mit einer zusätzlichen oder freigegebenen Absenderadresse. Dies wird häufig als «Senden als» oder «Send As» bezeichnet.

Wird die Verwendung dieser Adresse durch den Eigentümer oder Administrator ausdrücklich freigegeben und technisch korrekt eingerichtet, handelt es sich nicht um Spoofing.

Spoofing liegt vor, wenn eine Absenderadresse ohne Berechtigung verwendet wird und der Empfänger dadurch über die tatsächliche Herkunft der Nachricht getäuscht werden soll.

 

Gefährliche Anhänge und Links

Spoofing-Nachrichten können Anhänge oder Links enthalten, die auf gefälschte Webseiten führen oder Schadsoftware installieren.

Mögliche Folgen:

  • Diebstahl von Zugangsdaten
  • Installation von Trojanern oder Viren
  • Ransomware-Angriffe
  • Missbrauch von Benutzerkonten

 

Mail-Header analysieren

Der sichtbare Absender allein reicht nicht aus, um die tatsächliche Herkunft einer E-Mail festzustellen.

Für eine technische Analyse werden die vollständigen E-Mail-Header benötigt.

Diese enthalten unter anderem Informationen über:

  • den tatsächlichen Versandweg der Nachricht
  • die beteiligten Mailserver
  • SPF-, DKIM- und DMARC-Prüfungen
  • Spamfilter-Bewertungen
  • Zeitstempel und Zustellinformationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/mail-header-analysieren

 

SPF, DKIM und DMARC als Schutz gegen Spoofing

SPF

SPF (Sender Policy Framework) definiert, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails für eine Domain zu versenden.

DKIM

DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht E-Mails mit einer digitalen Signatur, damit Veränderungen erkannt werden können.

DMARC

DMARC definiert, wie Empfänger SPF- und DKIM-Ergebnisse auswerten sollen und hilft dabei, Domainmissbrauch zu erkennen.

Diese Verfahren helfen gegen Domainmissbrauch und Spoofing. Sie verhindern jedoch nicht jeden Spam, jedes Phishing und jeden Betrugsversuch.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/spf-dkim-und-dmark-erklaert

https://www.green.ch/de/dkim-und