Punycode und Nebenwirkungen
Umlautdomains wie beispielsweise Domains mit ä, ö, ü oder anderen Sonderzeichen werden technisch nicht direkt im Domain Name System (DNS) gespeichert. Stattdessen werden sie automatisch in eine sogenannte Punycode-Darstellung umgewandelt.
Für Besucher erscheint die Domain weiterhin in der gewohnten Schreibweise. Technisch arbeiten jedoch viele Systeme, Anwendungen, Protokolle und Dienste mit der Punycode-Version der Domain.
Was ist Punycode?
Punycode ist ein Verfahren, mit dem Umlaute und andere Sonderzeichen in eine ASCII-kompatible Schreibweise umgewandelt werden.
Da viele technische Systeme ursprünglich nur die Zeichen a bis z, Zahlen und Bindestriche unterstützt haben, erfolgt die Umwandlung automatisch. Dadurch können Umlautdomains grundsätzlich weltweit verwendet werden.
Eine Umlautdomain besitzt deshalb immer zwei Darstellungen:
- Die lesbare Schreibweise mit Umlauten.
- Die technische Punycode-Darstellung.
Je nach Anwendung, Software oder externem Dienst kann entweder die normale Schreibweise oder die Punycode-Version angezeigt werden.
Weitere Informationen zu Umlautdomains:
https://www.green.ch/de/umlautdomains
Warum wird Punycode verwendet?
Das Internet verwendet weltweit einheitliche technische Standards. Umlaute und andere Sonderzeichen müssen deshalb in eine international verständliche Form umgewandelt werden.
Diese Umwandlung erfolgt automatisch über Punycode und ermöglicht die technische Nutzung von Umlautdomains in DNS-Systemen, Webbrowsern, E-Mail-Systemen und weiteren Internetdiensten.
Mögliche Nebenwirkungen von Umlautdomains
Obwohl Umlautdomains grundsätzlich unterstützt werden, können in einzelnen Anwendungen, Diensten oder Fremdsystemen Einschränkungen auftreten.
Typische Beispiele sind:
- Ältere Software oder Geräte.
- Externe Webdienste.
- Einzelne E-Mail-Systeme.
- Drittanbieter-Tools.
- Schnittstellen zu externen Plattformen.
- Import- und Exportfunktionen.
- Automatisierte Skripte oder APIs.
Mögliche Auswirkungen:
- Die Domain wird in technischen Oberflächen als Punycode angezeigt.
- Einige Programme oder Dienste zeigen die Domain anders an als erwartet.
- Bei Anmeldungen kann die Punycode-Version der E-Mail-Adresse erforderlich sein.
- Links, Weiterleitungen oder externe Systeme verwenden die Punycode-Version.
- Importe, Exporte oder automatisierte Verarbeitungen funktionieren nicht wie erwartet.
Diese Einschränkungen sind keine Besonderheit von Green, sondern bekannte technische Eigenschaften von Umlautdomains.
Punycode im Kundenportal und in Verwaltungsoberflächen
Eine Umlautdomain kann in Kundenportalen, Verwaltungsoberflächen, DNS-Verwaltungen oder technischen Konfigurationen als Punycode angezeigt werden.
Die Anzeige erfolgt aus technischen Gründen und stellt keinen Fehler dar.
Die Punycode-Darstellung kann zudem hilfreich sein, wenn die Domain in DNS-Einträgen, bei externen Diensten oder in technischen Konfigurationen verwendet werden muss.
Umlautdomains und E-Mail-Adressen
Nicht jedes E-Mail-System verarbeitet Umlaute und Sonderzeichen gleich.
Je nach Gegenstelle kann es vorkommen, dass für die Anmeldung oder Konfiguration die Punycode-Version der E-Mail-Adresse verwendet werden muss. Dies betrifft insbesondere Webmail-Anmeldungen oder externe Programme, die keine automatische Umwandlung durchführen.
In einzelnen Fällen können Zustellprobleme, Fehlermeldungen oder Einschränkungen auftreten.
Weitere Informationen:
https://www.green.ch/de/550-restricted-characters-in-address
https://www.green.ch/de/subject-contains-invalid-characters
Punycode als Absenderadresse im Webmail
Falls E-Mails aus dem Webmail mit der Punycode-Version der E-Mail-Adresse versendet werden, prüfen Sie die konfigurierte Identität.
- Öffnen Sie das Webmail.
- Öffnen Sie Einstellungen.
- Wählen Sie E-Mail.
- Öffnen Sie IMAP-KONTEN.
- Klicken Sie bei der gewünschten Adresse auf das Stiftsymbol.
- Öffnen Sie die Identität.
- Prüfen Sie den Anzeigenamen und die hinterlegte E-Mail-Adresse.
- Speichern Sie die gewünschte Schreibweise.
Versuchen Sie, die E-Mail-Adresse in der normalen Schreibweise mit Umlauten zu hinterlegen. Dadurch kann verhindert werden, dass die Punycode-Version als sichtbare Absenderadresse erscheint.
Umlaute in URLs
Die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf den Domainnamen.
Auch Dateinamen und Verzeichnisnamen können Umlaute oder Sonderzeichen enthalten. Diese Zeichen erscheinen anschliessend in der URL einer Webseite oder Datei.
Betroffen sein können unter anderem:
- PDF-Dateien mit Umlauten im Dateinamen.
- Bilder mit Umlauten oder Sonderzeichen im Dateinamen.
- Dokumente mit Sonderzeichen im Namen.
- Dateien, die über einen direkten Link aufgerufen werden.
- Verzeichnisse mit Umlauten.
- Dateien, die von externen Systemen verarbeitet werden.
Je nach Browser, Suchmaschine, CMS, Webanwendung, externem Dienst oder Anwendung können unterschiedliche URL-Darstellungen entstehen.
In einzelnen Fällen können Links nicht korrekt verarbeitet werden oder es entstehen Probleme bei Weiterleitungen, Importen, Exporten oder automatisierten Verarbeitungen.
Empfehlung für Dateinamen und Ordner
Verwenden Sie für Dateien, Ordner und Dokumente nach Möglichkeit nur:
- Buchstaben von a bis z
- Zahlen von 0 bis 9
- Bindestriche
- Unterstriche
Vermeiden Sie nach Möglichkeit:
- ä
- ö
- ü
- é
- è
- à
- Sonstige Sonderzeichen
- Leerzeichen
Dadurch lassen sich viele Kompatibilitätsprobleme mit externen Systemen, Diensten und Anwendungen vermeiden.
Auswirkungen auf Webseiten
Bei Webseiten können Umlaute in Domains, Verzeichnissen oder Dateinamen unter anderem folgende Auswirkungen haben:
- Unterschiedliche URL-Darstellungen.
- Probleme bei Weiterleitungen.
- Fehlerhafte Verlinkungen in externen Systemen.
- Einschränkungen bei einzelnen Suchmaschinen oder SEO-Tools.
- Probleme beim Import oder Export von Daten.
- Kompatibilitätsprobleme mit Drittanbieter-Systemen.
Wenn eine Webseite, Datei oder Weiterleitung aufgrund von Umlauten unerwartetes Verhalten zeigt, prüfen Sie, ob in der URL Umlaute oder andere Sonderzeichen verwendet werden.