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Spoofing alles darüber

Was ist Spoofing?

Spoofing bezeichnet das Vortäuschen einer falschen Identität, Herkunft oder Quelle, um Vertrauen zu erschleichen oder Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

Angreifer versuchen dabei, sich als eine andere Person, ein anderes Unternehmen, eine bekannte Webseite, einen Mailserver oder einen anderen vertrauenswürdigen Dienst auszugeben.

Das Ziel besteht häufig darin, Zugangsdaten zu stehlen, Schadsoftware zu verbreiten, Geld zu erlangen, Empfänger zu täuschen oder Sicherheitsprüfungen zu umgehen.

 

Welche Arten von Spoofing gibt es?

Mail Spoofing

Beim Mail Spoofing wird die Absenderadresse einer E-Mail gefälscht. Die Nachricht wirkt dadurch so, als stamme sie von einer vertrauenswürdigen Person oder Organisation.

Mail Spoofing wird häufig für Phishing, Betrug, Schadsoftware oder Erpressermails eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/mail-spoofing-erklaert

 

Phishing mit Spoofing

Phishing und Spoofing sind nicht dasselbe. Beim Spoofing wird eine Identität vorgetäuscht. Beim Phishing versuchen Angreifer, Daten, Passwörter oder Geld zu erlangen.

Phishing-Nachrichten verwenden häufig Spoofing, damit die Nachricht vertrauenswürdiger erscheint.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.green.ch/de/achtung-phishing-gefaelschte-e-mails-im-umlauf

https://www.green.ch/de/phishing-kampagnen

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-green

https://www.green.ch/de/phishingmails-absender-dogado

 

Erpressermails mit gefälschtem Absender

Eine häufige Form von Spoofing sind Erpressermails, die scheinbar von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse stammen.

Die Nachricht behauptet oft, Ihr Computer, Ihre Webcam oder Ihr E-Mail-Konto sei kompromittiert worden und fordert eine Zahlung.

In vielen Fällen wurde lediglich die sichtbare Absenderadresse gefälscht.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/drohungen

 

Webseiten-Spoofing

Bei dieser Form von Spoofing werden Webseiten nachgebaut oder kopiert, damit sie wie echte Portale von Banken, Onlinediensten, Behörden oder Unternehmen aussehen.

Ziel ist häufig die Eingabe von Benutzernamen, Passwörtern, Kreditkartendaten oder anderen vertraulichen Informationen.

DNS- und Domain-Spoofing

Hier versuchen Angreifer, Anwender auf eine falsche Webseite umzuleiten oder eine andere Domain als vertrauenswürdig erscheinen zu lassen.

Dabei werden häufig ähnlich aussehende Domainnamen oder technische Manipulationen eingesetzt.

IP-Spoofing

Beim IP-Spoofing wird die Quell-IP-Adresse eines Netzwerkpakets manipuliert. Die Kommunikation scheint dadurch von einem anderen System zu stammen.

Diese Technik wird unter anderem bei bestimmten Netzwerkangriffen eingesetzt.

 

Bedeutet Spoofing automatisch, dass ein Konto gehackt wurde?

Nein.

Eine gefälschte E-Mail-Adresse, ein gefälschter Absendername oder eine gefälschte Identität bedeutet nicht automatisch, dass das betroffene Konto kompromittiert wurde.

Gerade bei Mail Spoofing wird oft lediglich die sichtbare Absenderadresse missbraucht.

Prüfen Sie folgende Punkte:

  • Gibt es unbekannte Nachrichten im Ordner «Gesendet»?
  • Wurde Ihr Passwort ohne Ihr Wissen geändert?
  • Wurden Weiterleitungen eingerichtet?
  • Können Sie sich weiterhin normal anmelden?

Fehlen diese Anzeichen, handelt es sich häufig um Spoofing ohne tatsächlichen Zugriff auf Ihr Konto.

 

Ist «Senden als» dasselbe wie Spoofing?

Nein.

Viele Mailsysteme unterstützen die Funktion «Senden als» oder «Send As».

Wenn ein Benutzer oder Administrator die Berechtigung für eine zusätzliche Absenderadresse ausdrücklich erteilt hat, handelt es sich nicht um Spoofing.

Beispiele sind gemeinsame Postfächer, Funktionsadressen oder freigegebene Unternehmensadressen.

Spoofing liegt vor, wenn eine Absenderadresse ohne Berechtigung verwendet wird und der Empfänger über die tatsächliche Herkunft der Nachricht getäuscht werden soll.

 

Woran erkennen Sie Spoofing?

  • Eine Nachricht scheint von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse zu stammen.
  • Sie erhalten Unzustellbarkeitsmeldungen für Nachrichten, die Sie nie versendet haben.
  • Andere Personen erhalten angeblich Nachrichten von Ihnen.
  • Eine E-Mail fordert die Eingabe von Passwörtern oder vertraulichen Daten.
  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck oder Drohungen.
  • Links führen auf unbekannte oder verdächtige Webseiten.
  • Der Text passt nicht zum angeblichen Absender.
  • Die Nachricht enthält unerwartete Anhänge.

 

Welche Risiken bestehen?

  • Diebstahl von Zugangsdaten
  • Diebstahl von Zahlungsinformationen
  • Betrug durch gefälschte Rechnungen
  • Verbreitung von Schadsoftware
  • Erpressungsversuche
  • Missbrauch des Namens einer Person oder Firma
  • Täuschung von Geschäftspartnern und Kunden

 

Wie schützen SPF, DKIM und DMARC vor Spoofing?

SPF

SPF (Sender Policy Framework) definiert, welche Mailserver für eine Domain E-Mails versenden dürfen.

DKIM

DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht E-Mails mit einer digitalen Signatur.

DMARC

DMARC definiert, wie Empfänger SPF- und DKIM-Ergebnisse bewerten sollen.

Diese Verfahren helfen gegen Domainmissbrauch und Mail Spoofing. Sie verhindern jedoch nicht jede gefälschte Nachricht und nicht jeden Betrugsversuch.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/spf-dkim-und-dmark-erklaert

https://www.green.ch/de/dkim-und-dmarc-bei-green

https://www.green.ch/de/dmarc-grundlagen

https://www.green.ch/de/spf-fuer-externe-maildienste

 

Verwandte Themen

Spam

Spam bezeichnet unerwünschte Nachrichten. Nicht jede Spam-Nachricht verwendet Spoofing und nicht jedes Spoofing ist Spam.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/was-tun-bei-so-viel-spam/was-ist-spam

https://www.green.ch/de/was-tun-bei-so-viel-spam

 

Backscatter

Backscatter bezeichnet Rückläufer und Fehlermeldungen, die entstehen können, wenn gefälschte Absenderadressen verwendet wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/was-tun-bei-so-viel-spam/was-ist-spam/backscatter

 

Mailbombing

Beim Mailbombing werden grosse Mengen von E-Mails versendet, um Postfächer oder Systeme zu belasten. Dies kann gemeinsam mit anderen Angriffsmethoden auftreten, ist jedoch eine eigene Kategorie.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/ddos-mail-bomben

 

MFA und Kontosicherheit

Mehrfaktor-Authentifizierung erhöht die Sicherheit eines Benutzerkontos. Sie verhindert jedoch nicht automatisch jede Form von Spoofing.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/mfa-fuer-webmailer

https://www.green.ch/de/sicheres-passwort

 

Was sollten Sie bei Verdacht auf Spoofing tun?

  1. Prüfen Sie die Nachricht kritisch.
  2. Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge.
  3. Klicken Sie nicht auf unbekannte Links.
  4. Geben Sie keine Passwörter oder vertraulichen Informationen ein.
  5. Prüfen Sie den Ordner «Gesendet» auf unbekannte Nachrichten.
  6. Kontrollieren Sie bestehende Weiterleitungen und Kontoeinstellungen.
  7. Ändern Sie Ihr Passwort, wenn Sie einen tatsächlichen Fremdzugriff vermuten.
  8. Analysieren Sie bei Bedarf die vollständigen Mail-Header.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.green.ch/de/mail-header-analysieren

Prüfen Sie zuerst, ob tatsächlich Anzeichen für einen Fremdzugriff bestehen.

Hinweis: Falls andere Personen E-Mails von Ihrer Adresse erhalten, Sie Unzustellbarkeitsmeldungen für nie versendete Nachrichten erhalten oder Sie einen tatsächlichen Kontozugriff durch Dritte vermuten, wenden Sie sich an den Support.