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E-Mails an Gmail-Adressen nicht zustellbar

Hinweis: Dieser Hilfeartikel gilt nur für Surf Mail, Mailhosting und Hosted Exchange. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Maildienst Sie verwenden, finden Sie weitere Informationen im folgenden Artikel.

https://www.green.ch/de/welchen-maildienst-verwende-ich

 

Wenn E-Mails an Gmail-Adressen nicht zugestellt werden können, erhalten Sie in der Regel eine Unzustellbarkeitsmeldung (Bounce-Meldung). Diese Meldung enthält meist den genauen technischen Grund, weshalb Gmail die Nachricht abgelehnt oder nicht sofort angenommen hat.

Gmail bewertet eingehende E-Mails anhand verschiedener Kriterien. Dazu gehören insbesondere die DNS-Konfiguration der Domain, die Authentifizierung der E-Mail, die Reputation der Domain, die Reputation der Versand-IP-Adresse, das Versandverhalten sowie der Inhalt der Nachricht.

Eine E-Mail kann deshalb technisch korrekt versendet worden sein und trotzdem:

  • abgelehnt werden
  • im Spamordner landen
  • verzögert zugestellt werden
  • eine Bounce-Meldung erzeugen

Bounce-Meldung verstehen

Die Bounce-Meldung ist die wichtigste Informationsquelle für die Fehlersuche. Lesen Sie die vollständige Meldung inklusive Fehlercode und Begründung.

Typische Hinweise in Bounce-Meldungen sind:

  • SPF-Prüfung fehlgeschlagen
  • DKIM-Signatur fehlt oder ist ungültig
  • DMARC-Richtlinie wird nicht erfüllt
  • Domain hat eine schlechte Reputation
  • Versand-IP hat eine schlechte Reputation
  • Zu viele Nachrichten wurden in kurzer Zeit versendet
  • Nachrichteninhalt wird als verdächtig eingestuft
  • Gmail führt eine temporäre Drosselung durch
  • Die Nachricht erfüllt die Gmail-Richtlinien für authentifizierte E-Mails nicht

Beispielsweise weist eine Meldung wie «This message does not have authentication information or fails to pass authentication checks» darauf hin, dass Gmail die Authentifizierung der E-Mail nicht erfolgreich prüfen konnte.

 

DNS-Einträge prüfen

Ein grosser Teil der Gmail-Zustellungsprobleme entsteht durch fehlende oder fehlerhafte DNS-Einträge.

Prüfen Sie insbesondere:

  • SPF-Eintrag
  • DKIM-Konfiguration
  • DMARC-Eintrag
  • MX-Einträge
  • Ob die verwendeten Mailserver mit den DNS-Einträgen übereinstimmen

SPF

SPF definiert, welche Server E-Mails für Ihre Domain versenden dürfen.

Ist der SPF-Eintrag fehlerhaft oder unvollständig, kann Gmail Nachrichten ablehnen oder als Spam einstufen.

 

DKIM

DKIM versieht ausgehende Nachrichten mit einer kryptografischen Signatur. Dadurch kann Gmail prüfen, ob die Nachricht unverändert vom vorgesehenen Absender stammt.

Fehlt die DKIM-Signatur oder ist sie ungültig, kann dies die Zustellbarkeit negativ beeinflussen.

 

DMARC

DMARC definiert, wie Empfängersysteme mit Nachrichten umgehen sollen, bei denen SPF oder DKIM fehlschlagen.

Eine fehlende oder fehlerhafte DMARC-Konfiguration kann die Vertrauenswürdigkeit Ihrer Domain reduzieren.

Weitere Informationen:

https://www.green.ch/de/spf-dkim-und-dmark-erklaert

https://www.green.ch/de/dkim-und-dmarc-bei-green

https://www.green.ch/de/dmarc-grundlagen

https://www.green.ch/de/spf-fuer-externe-maildienste

 

Neue Domains und fehlende Reputation

Neue Domains verfügen noch über keine etablierte Versandhistorie. Gmail bewertet solche Domains häufig strenger als bereits bekannte und länger genutzte Domains.

Besonders betroffen sind:

  • neu registrierte Domains
  • Domains ohne bisherige Versandhistorie
  • Domains mit fehlenden DNS-Sicherheitseinträgen
  • Domains mit unvollständiger Mailkonfiguration

Typische Folgen sind:

  • Spamklassifizierung
  • verzögerte Zustellung
  • Ablehnung mit Hinweisen wie «poor reputation»

Bei neuen Domains verbessert sich die Reputation in der Regel mit der Zeit, sofern regelmässig legitime E-Mails versendet werden und die Mailkonfiguration korrekt eingerichtet ist.

 

Domain- und IP-Reputation

Gmail bewertet sowohl die Reputation der Domain als auch die Reputation der versendenden IP-Adresse.

Eine gute Domain-Reputation ersetzt keine schlechte IP-Reputation. Umgekehrt ersetzt eine gute IP-Reputation keine schlechte Domain-Reputation.

Eine schlechte Reputation kann entstehen durch:

  • Spamversand
  • kompromittierte E-Mail-Konten
  • Phishing-Vorfälle
  • Massenversand über normale Postfächer
  • häufige Spam-Beschwerden von Empfängern
  • fehlende Authentifizierung

Weitere Informationen:

https://www.green.ch/de/ip-reputation-schlecht-wegen-spam

https://www.green.ch/de/ip-von-green-auf-blacklist

https://www.green.ch/de/delisting-von-blacklists

 

Probleme mit Weiterleitungen

Bei E-Mail-Weiterleitungen kann es zu SPF- und DMARC-Problemen kommen.

Eine Weiterleitung verändert den technischen Zustellweg. Dadurch können Authentifizierungsprüfungen fehlschlagen, obwohl die ursprüngliche Nachricht korrekt versendet wurde.

Eine eingerichtete Weiterleitung garantiert deshalb nicht, dass Gmail die weitergeleitete Nachricht akzeptiert.

Weitere Informationen:

https://www.green.ch/de/weiterleitungen-mails-wo-die-sind

https://www.green.ch/de/wie-erstelle-ich-eine-weiterleitung-im-webmail

 

Versandverhalten überprüfen

Auch das Versandverhalten beeinflusst die Bewertung durch Gmail.

Gmail kann eine einzelne Nachricht als Teil einer grösseren Versandaktion einstufen.

Dies kann beispielsweise auftreten, wenn:

  • viele ähnliche E-Mails in kurzer Zeit versendet werden
  • viele Empfänger gleichzeitig angeschrieben werden
  • Newsletter über normale Postfächer versendet werden
  • ungewöhnlich viele Nachrichten von derselben Domain versendet werden

Weitere Informationen:

https://www.green.ch/de/restriktionen-beim-versenden-von-newsletter-consumermail-surf-mail

https://www.green.ch/de/bestehen-bezueglich-des-mailversandes-restriktionen-bei-greench

 

Nachrichteninhalt überprüfen

Neben den technischen Einstellungen bewertet Gmail auch den Inhalt einer Nachricht.

Folgende Faktoren können die Zustellbarkeit negativ beeinflussen:

  • viele Anhänge
  • verdächtige Links
  • Links zu Domains mit schlechter Reputation
  • aggressive Werbesprache
  • übermässige Grossschreibung
  • irreführende Betreffzeilen
  • ungewöhnliche oder spamtypische Inhalte

Weitere Informationen:

https://www.green.ch/de/spam-eigene-mails-werden-so-deklariert

 

Empfohlene Vorgehensweise

  1. Lesen Sie die vollständige Bounce-Meldung inklusive Fehlercode.
  2. Prüfen Sie SPF, DKIM und DMARC.
  3. Prüfen Sie die MX-Einträge Ihrer Domain.
  4. Prüfen Sie, ob eine Weiterleitung verwendet wird.
  5. Prüfen Sie die Reputation Ihrer Domain und Versand-IP.
  6. Prüfen Sie Inhalt, Anhänge und Links der Nachricht.
  7. Prüfen Sie, ob grosse Versandmengen oder Serienmails versendet wurden.
  8. Prüfen Sie, ob es sich um eine neue Domain ohne Versandhistorie handelt.

Hinweis: Falls die Ursache anhand der Bounce-Meldung nicht eindeutig erkennbar ist oder Gmail die Zustellung trotz korrekter DNS-Konfiguration und Authentifizierung weiterhin ablehnt, wenden Sie sich an den Support und stellen Sie die vollständige Bounce-Meldung zur Verfügung.

 

Weitere Informationen

https://www.green.ch/de/mails-an-gmail-kommen-zurueck

https://www.green.ch/de/gmail-zustellungsprobleme

https://www.green.ch/de/spf-dkim-und-dmark-erklaert

https://www.green.ch/de/mail-header-analysieren

 

 

Lösungsschritte

Kontrollieren Sie die folgenden Punkte, um sicherzustellen, dass der SPF-Eintrag korrekt hinterlegt ist:

  1. Prüfen Sie die Nameserver Ihrer Domain.
  2. Prüfen Sie die DNS-Einträge in Ihrer DNS-Zone.

 

Nameserver kontrollieren

Verwenden Sie das kostenlose Webtool, um die Nameserver Ihrer Domain zu prüfen:

DNS Checker
oder
dnschecker.org/ns-lookup.php

 

Tragen Sie den Namen Ihrer Domain im Suchfeld ein. 

Verwenden Sie bei einer E-Mail-Adresse wie
hallo.ich-bins@meine-domain.ch 

den Domainnamen  
meine-domain.ch.


Lauten die Nameserver:

  • dns1.agrinet.ch
  • dns2.agrinet.ch

Dann verwenden Sie die veralteten Nameserver von Green. Verwenden Sie stattdessen die aktuellen Green Nameserver:

  • ns1.namesrv.ch
  • ns2.namesrv.net
  • ns3.namesrv.io

Prüfen Sie ausserdem, ob Green für Ihre Domain der Registrar ist. Der Registrar ist für die Definition der verwendeten Nameserver verantwortlich. Dabei handelt es sich um das Unternehmen, bei dem die Domain ursprünglich registriert wurde, sofern die Domain nicht zu einem anderen Registrar transferiert wurde.


Infos zum Thema Registrar und Green finden Sie hier:
https://www.green.ch/de/dogado

 

Um den Registrar Ihrer Domain zu ermitteln, führen Sie eine Whois-Abfrage durch:

Für .ch-Domains:

www.nic.ch/de/whois/

Für .com-Domains:

www.whois.com/whois/

 

MX-Records und SPF-Eintrag kontrollieren

In Ihrer DNS-Zonenverwaltung, prüfen Sie die DNS-Einträge mit dem Typ MX (Mail Exchange). Über die MX-Einträge wird definiert, welcher Mailserver für Ihre Domain zuständig ist.
Prüfen Sie zusätzlich den SPF-Eintrag. Dieser ist als DNS-Eintrag vom Typ TXT hinterlegt.

 

Webhosting / Mailhosting / WordPress Hosting / Windows Hosting:

NameTTLTypPrioritätWert
 3600MX10mx01.servicehoster.ch.
 3600MX20mx02.servicehoster.ch.
 600TXT v=spf1 include:servicehoster.ch a mx ~all

Genauere Infos finden Sie hier

 

Sind Sie bei Green ein Hosted Exchange Kunde? Dann verwenden Sie stattdessen folgende Einträge:

Hosted Exchange:

NameTTLTypPrioritätWert
 3600MX10 beispieldomain-ch.mx1.arsmtp.com.
 3600MX20 beispieldomain-ch.mx1.arsmtp.com.
 600TXT v=spf1 include:edgepilot.com ~all

Genauere Infos finden Sie hier

 

Hinweis: Achten Sie darauf, dass am Ende der MX-Einträge ein Punkt vorhanden ist.

Beispiel:

  • Falsch: mx01.servicehoster.ch
  • Richtig: mx01.servicehoster.ch.

Fehlt dieser Punkt, kann der DNS-Eintrag fehlerhaft sein.

Ist kein SPF-Eintrag vorhanden, erstellen Sie in der DNS-Zonenverwaltung einen neuen Eintrag vom Typ TXT.
 

Versand erneut prüfen

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass Einträge in der DNS-Zone bis zu eine Stunde benötigen können, bevor sie wirksam werden.

  1. Warten Sie mindestens eine Stunde nach der Anpassung der DNS-Einträge.
  2. Senden Sie anschliessend erneut eine E-Mail an die betroffene Gmail-Adresse.
  3. Prüfen Sie, ob die Nachricht erfolgreich zugestellt wurde.

Wenn Sie Ihre E-Mails über eine Anwendung wie Outlook oder Apple Mail versenden, kann es hilfreich sein, das Konto zu entfernen und erneut einzurichten.

Hinweis: Falls Sie ein Kontotyp IMAP oder POP verwernden, sichern Sie sich zuerst alle Ihre Daten lokal auf Ihrem Gerät. Dies kann beispielsweise durch einen Export in eine PST-Datei erfolgen.

 

DKIM und DMARC

Nachdem Sie die MX-Einträge und den SPF-Eintrag korrekt eingerichtet haben, können Sie Ihre DNS-Zone zusätzlich mit DKIM- und DMARC-Einträgen ergänzen. 

SPF ist die Grundlage für die E-Mail-Authentifizierung. 

DKIM und DMARC bauen darauf auf und erhöhen die Sicherheit sowie die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails.


Weitere Infos dazu finden Sie hier:
DKIM und DMARC bei Green